Das Land Ägypten hatte die heilige Familie aufgenommen und zwar nicht nur das Jesus Kind, Maria und Josef, die vor Herodes flüchteten, sondern auch die heilige Salomi, die mit Maria verwandt war, und die das neu geborene Kind ebenfalls auf der Flucht begleitet hatte

 

Durch den Besuch von Städten, wurden Götzendienste unterbunden. Menschen, die damit gute Geschäfte machten und sich durch das Ausnutzen aber gläubiger Menschen bereicherten, trieben daraufhin die heilige Familie von einer Stadt zur anderen. Dabei besuchte das Jesuskind die verschiedensten Orte Ägypten und segnete diese.

 

In der geografischen Mitte des Landes Ägyptens, des heutigen Assyut, versteckte sich die Familie sechs Monate lang. Als das Kindlein auf einem Steinblock schlief, wurde dieser durch den Sohn Gottes gesegnet und zum Altar geweiht. Es erfüllte sich die Prophezeiung des Jesaja: „Und Mitten im Ägyptenland wird es ein Altar für den Herrn geben" (vgl Kap 19, V 19). Heute befindet sich dort das Kloster der heiligen Muttergottes, bekannt als „Al-Muharak".

 

Insgesamt verbrachte die heilige Familie dreieinhalb Jahre in Ägypten und wurde durch den Engel, der Josef im Traume erschien, wieder ins Heimatland zurückgerufen, da Herodes zu dieser Zeit schon verstorben war.

 

 

Die koptische Kirche feiert daher das Fest der Ankunft der Heiligen Familie in Ägypten, das mit einer Nilprozession am 1 Juni gefeiert wird.