Der berühmteste Mönch unserer Erde ist der heilige Antonius (251-356), bekannt als „Vater aller Mönche", Einsiedler und Eremit. Antonius lebte am roten Meer. Sein Leben wurde in der „Vita Antonii", das in vielen Sprachen übersetzt wurde, vom heiligen Athanasius festgehalten. Die „Vita Antonii" ist auch die Quelle der mönchischen Regeln.

 

Ein weiterer Heiliger, der das erste christliche Kloster erbaut hat, war der heilige Pachomius (292-346), Vater der Zönobiten. Sein Leben wurde in der „Vita Pachomii" überliefert, deren Verfasser Pachomius' Lieblingsschüler Theodoros (um 314 - 368) war. Pachomius war ein Offizier im Militär. Auf seinem Marsch zum Feldzug Richtung Libyen um die Feinde des Landes zu vertreiben, traf er auf koptische Bauern, die ihn herzlich in ihr Haus einluden. Er versprach ihnen im Gegenzug, Mitglied dieser Kirche zu werden, falls er zurückkommen würde. Dies geschah auch. Die Klosterbauarten wurden durch ihn beruhend auf dem Konzept von Kasernenbauten errichtet.

 

Die zönobitische Lebensweise, bei der sich Mönche in einem Kloster versammeln um gemeinsam zu beten und zu arbeiten, verbreitete sich auch in Europa. Der heilige Benedikt, der davon inspiriert wurde, gründete seinen Orden. Die Lehre des heiligen Pachomius im Osten ist also der des heiligen Benedikts ähnlich.

 

Die koptischen Mönche haben in Irland, Schottland, England, Frankreich und sogar in Deutschland missioniert. Der Städtename München stammt beispielsweiseaus dem griechischen. Wort „monachos", welches Mönch bedeutet. Überall in der Stadt München sind auch Mönch-Abbildungen zu erkennen, denn bis in diese Stadt wurde stark missioniert.

 

 

Im 4.Jhr. soll es mehr als 5000 Klöster gegeben haben. Johannes Cassian, der lange Zeit unter den Kopten gelebt hat, stellt die Situation folgendermaßen dar: „ Wenn man das Land Ägypten vom Norden nach Süden bereist, hört man unaufhörlich die Gebete und die Gesänge der Mönche“.