Es ist ungewiss, ob eine andere Kirche so viele Märtyrer wie die koptisch-orthodoxe Kirche geopfert hat. Aber es steht fest, dass in der Zeit der Herrschaft von Kaiser Diokletian mehr als eine Million Kopten umgebracht worden sind und seit der Islamisierung bis heute abermals eine Million.

 

Der Verlust von Märtyrern führt gemäß der Vorväter nicht zum Kirchenuntergang. Mit dem Tod eines Märtyrers kommen viele Menschen zum Glauben, wodurch die Kirche an Gläubigen nochmal zunimmt und so eine 'Wiedergeburt erlebt. Aus dem Grund, dass durch die Herrschaft Diokletians Hunderttausende von Menschen aufgrund ihres Glaubens gestorben sind, wurde ein Kalender geschaffen: der Märtyrer- Kalender.

 

Ägypten war ein christliches Land bis zum Jahre 635 Danach kamen die Araber aus Saudi-Arabien. Da sie mehrere Frauen heiraten durften und dadurch viele Kinder zur Welt brachten, nahm ihr Anteil in relativ kurzer Zeit zu, während derjenige der Kopten schrumpfte. Mit der zunehmenden Macht des Islams, die jetzt über das Land Ägypten herrschte, wurde eine bestimmte „Steuer" für die Kopten erschaffen, die „Gesya". Diese erlaubten es den Christen, ihren Glauben sicher in Ägypten praktizieren zu können. Leider wurde die koptische Sprache in Ägypten nach und nach verboten und alle, die koptisch sprachen, wurden sogar zum Tode verurteilt. Im Jahre 1000 ging der Prozentsatz der koptischen Bevölkerung auf die Hälfte zurück. Heute bilden die Kopten eine Minderheit, die nur etwa 10 - 15 % der ägyptischen Bevölkerung ausmacht. Die Tatsache, dass die Kopten bis jetzt überlebt haben, ist allein Gott zu verdanken.

 

Die Kopten sind in Ägypten zu Hause, im Hinblick auf die politische Unterdrückung sind jedoch viele der Auswanderung zugeneigt. Somit entstanden koptische Glaubensgemeinschaften weltweit, wodurch man von einer universalen Kirche spricht, die in Amerika, Kanada und Europa vertreten ist.