Es muss erwähnt werden, dass es unter der Französisch-Englischen Kolonisation Zusammenarbeit und Zusammenleben zwischen den Kopten und den Muslimen Ägyptens gab. Der Grund, wieso dieser Frieden keinen Bestand hatte und die Abneigung gegen Kopten stieg, findet sich im berühmten „Artikel 2" der Verfassung. Es besagt in einem Nebensatz, dass „Ägypten ein islamisches Land ist.", d.h., dass die „Scharia" Hauptquelle der Gesetzgebung ist. Für Christen heißt dies, dass sie so gut wie gar keine Grundrechte haben.

 

Da die Kopten nur 10% des Volkes ausmachen, werden sie oft als Bürger zweiter Klasse angesehen und haben deswegen auch weniger Rechte. Leider sind verschiede Arbeitsplätze für Kopten verboten . Unter ständigem Druck der Regierung und den islamischen Organisationen gibt es oft verschiedene Zwischenfälle. Seit 1992 bis zum heutigen Tag sind ununterbrochen Kopten überfallen worden. Entweder wurden Geschäfte geplündert, Apotheken zerstört, oder ähnliches. Dabei werden durch die Überfälle privater Eigentum, Familien oder gar Kirchen und Kirchengemeinden zerstört.

 

 

Während es für Christen schwer ist, in Ägypten eine neue Kirche zu erbauen, wird der Bau von Moscheen durch öffentliche Mittel unterstützt. Für den Bau einer Kirche in Ägypten muss eine Genehmigung beantragt werden.